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Erschienen am
23.9.2018

Barcamp – weg mit der Agenda, her mit der Relevanz

Cornelia Dietz

Was kommt dabei heraus, wenn Sie z. B. Ihren Kunden oder Kollegen freistellen, über welche Themen sie bei einem Zusammentreffen sprechen? Machen Sie sich definitiv auf engagierte Teilnehmer und relevanten Austausch gefasst! Doch das ist längst nicht das ganze Potenzial, das das ungewöhnliche Veranstaltungsformat Barcamp bietet.

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Seit wir unser erstes Barcamp in der Firma durchgeführt haben, ist es mit Abstand unsere beliebteste interne Veranstaltung. Deshalb freuen wir uns immer, wenn unsere Kunden dieses Veranstaltungsformat für sich nutzen wollen und wir sie dabei begleiten können.

Was ein Barcamp ist und bieten kann, versteht man am besten, wenn man es einmal erlebt hat. Ich versuche trotzdem, unsere Begeisterung für Sie in Worte zu fassen. Entdecken Sie, wie Sie das Potenzial aller Veranstaltungsteilnehmer nutzen können.

Die Idee

Ein Barcamp entsteht durch die Teilnehmer selbst – ihre Themen und Beiträge bilden das Programm.Zu Beginn der Veranstaltung findet die sogenannte Sessionplanung im Plenum statt: Jeder, der ein Thema beitragen möchte, stellt es kurz den anderen Teilnehmern vor. Per Handzeichen wird bekundet, wer grundsätzlich Interesse hat, bei dem Thema mitzumachen. Gibt es Interessenten, werden Uhrzeit und Raum für die Session eingeplant.

Von allen Teilnehmern ist also Initiative gefragt. Ein besonderer Nutzen für den Sessiongeber: Er erhält ein Bild, wie groß das Interesse für sein Thema auf der Veranstaltung ist, und er gewinnt Austauschpartner. Später in der Session hat er dann 45 Minuten Zeit, sein Thema zu behandeln. Wie er das macht, bestimmt er selbst – ob als Präsentation, Hands-on-Workshop oder Austauschrunde.Beim Barcamp organisieren sich die Teilnehmer eigenständig. Ist die Agenda erstellt, wählt jeder Teilnehmer frei, welche Sessions er besucht. Es laufen immer mehrere Sessions zeitgleich. Die Vielfalt bringt auch die Qual der Wahl mit sich: Bisher haben wir noch nach jedem Barcamp gehört „Schade, dass es schon vorbei ist, das andere Thema hätte mich auch noch interessiert!“ Wir finden, das ist ein gutes Zeichen, entwickeln aber dennoch gerade Methoden, um den Entscheidungsschmerz zu reduzieren.

Themenbeispiele

Hands-on-Sessions sind besonders beliebt

Wir hatten schon so viele tolle Sessions. Als besonders wertvoll werden oft Sessions empfunden, bei denen man etwas ausprobieren kann oder konkrete Anliegen gelöst werden. Besonders schön finde ich persönlich, wenn sich in der Session Menschen mit gleichem Interesse finden, die nach dem Barcamp die neue Idee gemeinsam weitertreiben.

Hier einige echte Beispiele für Session-Themen:

  • „Agile Teams – aus der Praxis für die Praxis. Ich hätte gerne einen Erfahrungsaustausch dazu.“
  • „Ich stelle euch die Methode Design Thinking vor. Anschließend können wir über Einsatzmöglichkeiten sprechen.“
  • „Ich habe in einem Team ein wiederkehrendes Problem und möchte einen Team-Workshop dazu machen. Wie würdet ihr vorgehen, auf was würdet ihr achten?“
  • „Es gibt so viel Neues da draußen. Wie selektiert ihr, was ihr lest? Wie legt ihr ab, was teilt ihr – was könnt ihr empfehlen und was waren Sackgassen?“
  • „Arztkontakt 2.0. Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Pharma-Außendienst und Arzt zukünftig aussehen?“

Das Besondere

Das Besondere an Barcamps haben Sie sicher schon erkannt: Es werden nur Themen besprochen, die auch jemanden interessieren. Als Veranstalter sehen Sie, welche Themen von den Teilnehmern eingebracht werden – und haben damit einen authentischen Spiegel dessen, was Ihre Gäste bewegt und beschäftigt.Sie können ein Motto für das Barcamp vorgeben und den passenden Teilnehmerkreis einladen. Darüber hinaus haben Sie keinen Einfluss, welche Themen besprochen werden. Das ist so gewollt, damit das Barcamp seine Wirkung entfalten kann – die lockere, freie Atmosphäre bringt automatisch einen informelleren Austausch mit sich. Es macht Spaß und die Teilnehmer sind motiviert und engagiert bei der Sache.

Erfolgsfaktoren

Die Moderation spielt eine wichtige Rolle beim Barcamp. Sie sorgt nicht nur dafür, dass sich auch Neulinge schnell in die charakteristische „Barcamp-Mentalität“ einfinden. Der Moderator kümmert sich auch um eine Steuerung der Dynamik, damit die Leichtigkeit und der Austausch maximal gefördert werden.In der Vorbereitung legen wir viel Wert darauf, dass die Ansprache zu den Teilnehmern passt und bereiten alles vor, dass das Ergebnis für Sie bei allen Unwägbarkeiten des Veranstaltungsformats dennoch sinnvoll ist.

Einsatzmöglichkeiten

Session bei unserem Healthcare Marketing Barcamp 2018

Barcamps können ein- oder mehrtägig sein, in Kombination mit anderen Veranstaltungen sein oder alleine stehen.

Lassen Sie sich von folgenden Ideen inspirieren:

  • Ersetzen Sie Ihr Management Meeting durch ein Barcamp.
  • Geben Sie Ihrem Advisory Board mit Ärzten mal ein neues Format.
  • Ergänzen Sie die nächste Vertriebstagung damit.
  • Setzen Sie ein Barcamp vor oder nach einer klassischen Konferenz ein. Vor einer Konferenz, um die Konferenzagenda mit den Erkenntnissen des Barcamps anzureichern oder nach einer Konferenz, um zu sehen, wo die Teilnehmer jetzt stehen.
  • Nutzen Sie ein Barcamp zur Weiterbildung und zum Austausch unter den Mitarbeitern. Wir bei Spirit Link machen das mit Leidenschaft 3–4-mal pro Jahr.
  • Jährliches Highlight ist unser Healthcare-Marketing Barcamp, zu dem wir unsere Kunden einladen.

Fazit

Wir sind überzeugte Barcamper. Auch unsere Kunden schätzen die besonderen Möglichkeiten des Formats. Denn wenn Menschen über das sprechen können, was für sie aktuell wesentlich ist, wird Energie freigesetzt und nutzbar gemacht. Durch die spezielle Atmosphäre kommt Schwung in Themen, der noch lange nachwirken kann. Es können völlig neue Themen und Lösungen auftauchen, allein dadurch, dass ungewohnte Teamkonstellationen zusammentreffen und sie bearbeiten, was sie wirklich beschäftigt. Es wird sichtbar, wer für welche Sache brennt, und so können ungeahnte Synergien entstehen. Und nicht zuletzt ist es ein Gemeinschaftserlebnis, das verbindet, und die Teilnehmer erfahren Wertschätzung, weil sie mit ihren Themen gehört werden.

Cornelia Dietz

Cornelia Dietz

ist seit 2006 als medizinische Redakteurin bei Spirit Link und seit 2012 zusätzlich Trainerin. Ihr Herz schlägt für Teams und wie sie wertschätzend und zielgerichtet miteinander arbeiten können. Cornelia konzipiert und moderiert Workshops, Meetings und mehr, immer neugierig, vielversprechende Methoden auszuprobieren. Ihr Anliegen ist es, das Team im Prozess optimal zu unterstützen und das Wesentliche herauszuarbeiten.

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