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Erschienen am
9.6.2010

Fünf gute Gründe warum Healthcare-Videos auf YouTube gehören

Ralf Hassel

5 Gründe warum Healthcare-Videos auf YouTube gehöre

Die Videoplattform YouTube ist die dritthäufigst frequentierte Website weltweit. Allein in Deutschland besuchten im April 16 Millionen Menschen die Plattform [1]. Während Sie diesen Artikel lesen, werden parallel bei YouTube unzählige Stunden an Videos hochgeladen – etwa 24 Stunden jede Minute. Täglich werden ca. 2 Milliarden Videos weltweit angeschaut. Das erfolgreichste Video wurde fast 200 Millionen Mal aufgerufen.Ziemlich beeindruckende Zahlen, oder? Und trotzdem oder gerade deshalb schrecken die meisten unserer Healthcare-Kunden nach wie vor davor zurück, ihre Produktvideos, Anwenderfilme oder KOL-Interviews bei YouTube hochzuladen. Zu sehr glauben viele Healthcare-Marketer, YouTube sei eine Videotauschbörse für Jugendliche, auf der es hauptsächlich um Musik- und Ulkvideos gehe. Höchstens für Patienten würde es sich eventuell lohnen, doch Ärzte hätten keine Zeit dafür. Diese und noch einige andere Argumente gegen YouTube hören wir oft, wenn wir die Plattform als einen Kanal im Social Media Mix einer Kampagne vorschlagen.Eines vorweg – an den eben aufgezählten Argumenten ist schon etwas Wahres dran. Und dennoch will ich Ihnen fünf gute Gründe nennen, warum Ihr Healthcare-Video trotzdem auf YouTube gehört.

1. YouTube ist die zweitwichtigste Suchmaschine

Mit etwa 450 Millionen verschiedenen Videos im Index und den oben aufgeführten Nutzungszahlen ist die YouTube-Suche die zweitwichtigste Suchmaschine im Internet (nach Google). Wenn es um die Suche nach Bewegtbildern geht, rangiert die YouTube-Suche auf Platz eins.Das tolle für Sie als Healthcare-Marketer: Trotz der Relevanz der YouTube-Suche ist es gerade im Healthcare-Bereich noch recht einfach, mit einer gut durchdachten Video-SEO unter die ersten Suchergebnisse beispielsweise für eine spezielle Indikation zu gelangen.

2. YouTube Videos erscheinen in Google Suchergebnissen

Vor einiger Zeit hat Google die Darstellung von Suchergebnissen angepasst: Es werden nicht mehr nur Internetseiten, sondern auch Blogartikel oder Videos als Suchergebnisse angezeigt. Unsere Erfahrung in Kundenprojekten hat gezeigt, dass es bei hochfrequentierten Suchbegriffen wie z. B. Computertomografie, durchaus möglich sein kann innerhalb kurzer Zeit mithilfe eines YouTube-Videos auf die erste Suchergebnisseite bei Google zu gelangen.

3. Blogs und Communities lieben YouTube

YouTube macht es den Nutzern nicht nur leicht Videos an Kollegen und Freunde via Mail weiterzuleiten, sondern fördert auch das aktive Einbinden in andere Seiten und Portale. Es reicht ein Klick, und das gewünschte Video erscheint z. B. im Facebook-Profil sichtbar für alle Facebook-Freunde. Diese können sich selbiges direkt bei Facebook anschauen, ohne dass sie zur YouTube-Seite wechseln müssen.Auch Bloggern und anderen Communities wird es leicht gemacht, Videos von YouTube weiterzuverwenden. Es genügt hierzu einen kurzen Link in einen Artikel einzufügen und schon können die Leser und Mitglieder das Video anschauen.

4. Mashups docken an YouTube an

Mashups sind kurzgesagt Internetseiten, die keinen eigenen Content generieren, sondern lediglich über Schnittstellen Inhalte anderer Seiten abrufen und zu einer neuen Contentseite aggregieren (Eine längere Erklärung finden Sie hier). Auch YouTube bietet eine solche Schnittstelle an, über die Mashup-Siten leicht die relevanten Videos finden und weiterverwenden können. Ein tolles Beispiel für die Nutzung von YouTube-Videos innerhalb eines Mashups war z. B. Kosmix.com (inzwischen leider nicht mehr verfügbar).

5. YouTube ist kostenlos

Haben Sie einmal durchgerechnet, wie viel Sie ein Bannerklick kostet? Wie teuer war ein Click auf Ihre Adwords-Anzeige zum Begriff „Diabetes“? Der Klick auf das YouTube-Video kostet Sie keinen Cent, denn das Hochladen und Nutzen der Plattform ist vollkommen kostenfrei. Einziger (Kosten-)Aufwand ist das Hochladen und das Monitoren und Reagieren auf Kommentare zu Ihrem Video.Doch unter uns: Den Banner mussten Sie auch hochladen oder versenden und auf die Kommentare zu Ihrem Video und den Austausch mit Ihrer Zielgruppe freuen Sie sich doch sicher schon!

Fazit:

Trotz erdrückender Zahlen und vieler Vorbehalte kann die Nutzung von YouTube innerhalb eines Social Media Mixes sinnvoll sein, um die vorher definierten Ziele zu erreichen.Was es zu beachten gibt, wenn Sie Ihr Video bei YouTube hochladen wollen, was Sie hierbei über Ihre Zielgruppe lernen können und was Sie tun müssen, dass Ihr Video auch bei YouTube gefunden wird, werde ich in einem späteren Artikel beschreiben.Quellen:[1] http://de.nielsen.com/news/NielsenPressemeldung11.05.2010-Onlinenutzung.shtml

Ralf Hassel

Ralf Hassel

Ralf Hassel ist seit 2011 bei Ziehm Imaging als Digital Marketing Manager tätig. In den Jahren 2007 bis 2011 beriet er bei Spirit Link Medical als Consultant Kunden in den Bereichen Social Media Marketing und Product Launches. Er beschäftigt sich mit den Themen Augmented Reality, Mashups und Mobile Applications. Ralf Hassel sieht eine große Chance für die Healthcare-Branche, sich durch die zunehmende Verschmelzung von Internet und Realwelt bei den Zielgruppen als fester Bestandteil des täglichen Lebens zu positionieren.

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