Beschäftigt Sie dieses
Thema gerade auch?

Karin Tröger

Lassen sie uns reden
Erschienen am
2.3.2014

Wir haben bereits für Sie gespendet!

Karin Tröger
Karin Tröger

Close

Wir haben im Namen unserer Leser 5.000 Euro an den gemeinnützigen VEREIN FÜR HEALTHCARE-MARKETING-FORSCHUNG* gespendet. Mit dem Lesen dieses Artikels helfen Sie uns, diesen Spendenbeitrag aufzubringen.… Theoretisch sollte dieser Einstieg dazu führen, dass Sie diesen Artikel eher lesen.Klappt's?Bis hierher offensichtlich.

Wirhabengespendet

Wissenschaftlich nachgewiesen** ist zumindest, dass die Teilnahme an Online-Umfragen eines Unternehmens erhöht werden kann, wenn damit eine Spende des Unternehmens verbunden ist. Die Spende muss dabei im Namen der angesprochenen Zielgruppe erfolgen – und der Spendenempfänger sollte für die Zielgruppe relevant sein.

Das Interessanteste ist dabei: die Teilnahmebereitschaft steigt vor allem dann, wenn die Spende bereits erfolgt ist.„Da hat jemand vorab investiert und etwas Gutes in meinem Namen getan“, das motiviert offensichtlich, diese lobenswerte Tat auch zu belohnen, also den eigenen Teil dazu beizutragen.Hintergrund ist ein Effekt namens Reciprocity by proxy. Reciprocity bezeichnet das Phänomen, dass ein Gefallen, den ich einer Person tue, dazu führt, dass die Person sich verpflichtet fühlt, mir auch einen Gefallen zu erweisen. Im Vertrieb wird das gerne genutzt, um die Bereitschaft zu einem Abschluss oder Opt-in zu erhöhen.Dieses Prinzip, ein Verpflichtungsgefühl hervorzurufen, klappt auch, wenn es um einen Gefallen an einen dritten Beteiligten (by proxy) geht.Diesen Effekt kann man sich im Healthcare Marketing weiter zu Nutze machen.Gerade bei interaktiven Formaten wie Umfragen ist es schwierig, Teilnehmer zu motivieren, da Zeit investiert werden muss. Zudem ist eine direkte Gegenleistung an die Teilnehmer nicht zuletzt aus rechtlichen Gründen schwierig umzusetzen. Eine Spende als indirekte Gegenleistung könnte eine empfehlenswerte Lösung zur Erhöhung der Beteiligung (Response Rate) sein.Aber wenn schon, dann gehen Sie doch bei Ihrem nächsten Umfrageprojekt gleich einen Schritt weiter: spenden Sie schon vorab an eine gemeinnützige Organisation, deren Tätigkeit Ihrer Zielgruppe wirklich wichtig ist.Und folgt die Praxis der Theorie, dann sollte die Beteiligung deutlich steigen.Wir sind gespannt.* Den VEREIN FÜR HEALTHCARE-MARKETING-FORSCHUNG gibt es natürlich nicht.**Goldstein, N.J., Griskevicius, V., & Cialdini, R.B. (2011). Reciprocity by Proxy: A Novel Influence Strategy for Stimulating Cooperation. Administrative Science Quarterly56 (3), 441-473.

Karin Tröger

Karin Tröger ist Creative Consultant und Psychologin. Seit 2010 unterstützt sie unsere Kunden dabei, neue Ideen aus der Realität der Zielgruppen heraus zu entwickeln. Sie ist von der Wirksamkeit induktiver Kommunikation überzeugt und sorgt dafür, dass Konzepte vom Ziel aus gedacht und auf den Punkt gebracht werden.

Alle Artikel von
Karin Tröger

Das könnte Sie auch interessieren …

"Weiter"-PfeilWie die Produktpositionierung mit dem Story-Sprint auch virtuell gelingt
25.8.2021
//
Spirit Link

Wie die Produktpositionierung mit dem Story-Sprint auch virtuell gelingt

Mit unserem Kunden BIOTRONIK galt es in Pandemiezeiten vorauszuplanen für ein anstehendes Projekt. Da der Communication Story Sprint für die Produktpositionierung nicht in persönlichen Meetings durchgeführt werden konnte, wechselten wir gemeinsam in den virtuellen Raum. Ein Learning: Digitale Workshops benötigen mehr Vorbereitung.

"Weiter"-PfeilDer persönliche Kontakt zählt – auch bei virtuellen Kongressen und Events
6.4.2021
//
Julia Heitland

Der persönliche Kontakt zählt – auch bei virtuellen Kongressen und Events

Seit Anfang 2020 steht die Kongresswelt Kopf. Nichts ist mehr so, wie es vorher war, wir alle müssen Kongresse und Veranstaltungen neu denken. Selten wurde ein Wirtschaftszweig so rapide verändert, wie die Kongresswelt seit der Pandemie. Eines ist jedoch trotz des Veränderungstsunamis der Kongress- und Eventwelt gleich geblieben: Menschen sehnen sich nach persönlichen Kontakten.

"Weiter"-PfeilVeeva, aber richtig: Wie Sie Vee-Mail und 1-to-1 E-Mails richtig einsetzen
3.2.2021
//
Thomas Maurer

Veeva, aber richtig: Wie Sie Vee-Mail und 1-to-1 E-Mails richtig einsetzen

Nach der Pflicht kommt die Kür: Approved E-Mails bzw. 1-to-1 E-Mails erfolgreich über ein CRM-System wie Veeva in Umlauf zu bringen, bedeutet, sich der Verwendungsszenarien und den daraus resultierenden Anforderungen, sowie der notwendigen Content-Prozesse, bewusst zu sein. In diesem Artikel bauen wir auf den Erfolgsfaktoren bei Approved E-Mails, FTEs und 1-to-1 E-Mails auf und reichern diese um weitere Empfehlungen an: Was sollten Sie beim Einsatz von FTEs und RTEs beachten?