Beschäftigt Sie dieses
Thema gerade auch?

Uwe Spitzmüller

Lassen sie uns reden
Erschienen am
31.3.2020

Worüber die Branche gerade spricht – ein Update von unserem virtuellen Barcamp 2020

Uwe Spitzmüller
Uwe Spitzmüller

Unser Healthcare-Marketing Barcamp ist Jahr für Jahr ein spannender Einblick in die Themen, die die Healthcare-Branche* momentan beschäftigen. 2020 ist das glasklar: Die Herausforderungen der Virtualisierung des Geschäftsbetriebs dominieren.

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Unser Healthcare-Marketing Barcamp ist Jahr für Jahr ein spannender Einblick in die Themen, die die Healthcare-Branche* momentan beschäftigen. 2020 ist das glasklar:
Die Herausforderungen der Virtualisierung des Geschäftsbetriebs dominieren.

Etwa 30 Teilnehmer diskutierten in 15 Sessions dazu erstmals rein digital – aufgrund der akuten Pandemie-Lage führten wir das Healthcare-Marketing Barcamp erstmals rein virtuell durch (einen Erfahrungsbericht, wie Sie Barcamps erfolgreich virtuell veranstalten können, finden Sie hier).

Folgende Fragestellungen wurden intensiv diskutiert:

  • Wie können Advisory Boards/AdBoards virtuell gut gestaltet werden?
  • Wie können Produkt-Launches in Zeiten von Corona erfolgreich durchgeführt werden?
  • Wie können Workshops virtuell erfolgreich gestaltet werden?
  • Wie sehen digitale Veranstaltungsformate aus? Was ist in diesen Zeiten angebracht?
  • Wie können Brainstormings digital gut durchgeführt werden?
  • Wie kann der Außendienst im Homeoffice bestmöglich einbezogen/geschult/integriert werden?
  • Wie lassen sich Unternehmenskultur und Teamspirit im Homeoffice fördern?
  • Wie lässt sich Selbstorganisation in Zeiten von Corona fördern?

Diese Erkenntnisse wurden unter anderem gewonnen:

Nahezu alle Meeting-Formate (Advisory Boards, Brainstormings, Team-Meetings, Kick-off-Meetings, Kreativ-Workshops, Barcamps, …) lassen sich virtualisieren, erfordern aber frisches Denken und eine Methoden-Anpassung an den digitalen Raum. Konzeptphase und Vorbereitung werden wichtiger ebenso die Rolle des Moderators. Es ist zudem ratsam, dem Moderator eine Art Regisseur zur Seite zu stellen, der zum einen bestimmt, wann die Teilnehmer was auf ihren Monitoren sehen und zum anderen Tools steuert, die zur Zielerreichung beitragen. Wie wir das bisher umgesetzt und welche Erfolgsfaktoren wir definiert haben, können Sie hier für das virtuelle Barcamp nachlesen. Zehn kreative Ideen für Meeting-Formate finden Sie zudem hier.

Produkt-Launches in Zeiten von Corona: Der Außendienst ist oftmals immer noch der wichtigste Kommunikationskanal zum Arzt, weil digitale Zugänge fehlen. Diese Erkenntnis schmerzt in Zeiten von Corona und eingestellter (zumindest stark eingeschränkter) Außendienstaktivität besonders. Nun rächt sich, dass zu lange zu wenig Augenmerk auf den Aufbau von Opt-ins und damit direkten Kommunikationskanälen zu den Zielgruppen gelegt wurde. Für anstehende Produkt-Launches bleiben damit oft nur zugekaufte Kanäle mit hoher Zielgruppenpassung, um ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit zu erzeugen. Gleichwohl eröffnet sich zeitgleich die nach Meinung der Teilnehmer berechtigte Frage, wie „laut“ Fachkreis-Kommunikation in diesen Tagen tatsächlich sein sollte.

Einer Meinung waren die Teilnehmer der Session, die sich mit dem Thema beschäftigten, wie der Außendienst im Homeoffice gut einbezogen werden kann: Die freigewordene Zeit birgt überwiegend Chancen, Außen- und Innendienst besser zu verzahnen, gegenseitiges Verständnis aufzubauen, Erwartungen und Bedarfe zu klären, Schulungen durchzuführen und gemeinsam Formate zu entwickeln (oft genannt: Podcasts), die auch nach der Corona-Krise Tragfähigkeit beweisen.

Die Selbstorganisation in Zeiten von flächendeckendem Homeoffice wird wichtiger. Das Thema ist nicht neu, hat aber nun Relevanz. Kernaspekte der Diskussion waren, dass sich alle am Barcamp teilnehmenden Firmen mit diesem Thema beschäftigen: Was dürfen oder müssen Mitarbeiter in diesen Zeiten selbst entscheiden und wie befähigt man sie dazu? Einige Teilnehmer meinten, dass es in Krise umso wichtiger ist, dass alle in Eigenverantwortung gehen und über ihren eignen Aufgabenbereich hinaus Tätigkeiten übernehmen.

Wie sich Unternehmenskultur und Teamspirit im Homeoffice fördern lassen, zeigt ein Auszug aus der umfangreichen Ideensammlung: Virtuelle Kaffeepausen (z. B. ein virtueller Raum, der immer geöffnet ist), Kekse verschicken, damit jeder die gleichen essen kann, Video ist total wichtig, persönlicher Check-in zum Start von längeren Meetings, Übersicht herstellen (Wer arbeitet an was? Wer braucht Unterstützung? Wer sucht Arbeit?).

*Besprochen wurden die Themen von Vertretern dieser Firmen:

  • AstraZeneca
  • Berlin-Chemie
  • Grünenthal
  • Kulzer
  • Novartis
  • ResMed
  • Roche
  • Siemens Healthineers

Wen interessiert, was 2019 beim Healthcare-Marketing Barcamp diskutiert wurde, findet hier eine kurze Auflistung der wichtigsten Themen.

Uwe Spitzmüller

Uwe Spitzmüller arbeitet seit Januar 2007 als Consultant bei Spirit Link. Sein Credo: Nur keine heiße Luft fabrizieren! Deshalb legt er bei Konzepten und Strategien ein besonderes Augenmerk auf die Messbarkeit und den Nutzen von Kommunikation. Uwe entwickelt und implementiert Tracking- und Reporting-Systeme für „Cross Channel“-Kommunikation, mit denen sich zielgruppenrelevante Daten generieren und Maßnahmen kontinuierlich optimieren lassen. Darüber hinaus betreibt der passionierte Hobbykoch den Foodblog „High Foodality“, der seinen Ursprung in der Küche von Spirit Link hat.

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