Beschäftigt Sie dieses
Thema gerade auch?

Susanne Rödel

Lassen sie uns reden
Erschienen am
2.11.2010

Redaktionelle Suchmaschinenoptimierung (on-page SEO): Der Grundstein für das gute Google-Ranking Ihrer Healthcare-Website!

Susanne Rödel
Dr. med.
Susanne Rödel

Close

Zunächst hatte ich als Überschrift für diesen Artikel geplant „Redaktionelle SEO: Worauf es ankommt“. Doch ich entschied mich anders, als ich darüber nachdachte, mit welchen Suchbegriffen mein Blogbeitrag in den Suchmaschinen gefunden werden soll. Ich habe dann bewusst noch ein paar Keywords untergebracht. Bevor ich ins Detail gehe, ein paar Begriffsbestimmungen:

Was ist on-page SEO?

Suchmaschinenoptimierung (englisch: Search Engine Optimization, SEO) besteht aus zwei Bereichen:

  • Dinge, die man auf seiner eigenen Website tun kann (on-page SEO bzw. on-site SEO) und
  • Dinge, die man außerhalb der eigenen Website tun kann (off-page SEO bzw. off-site SEO).

Zur on-page bzw. on-site SEO gehören strukturelle (Konzeption), textliche (Redaktion) und programmiertechnische Maßnahmen. Für die off-site SEO sind Links von anderen Websites mit ähnlichen Themen wichtig (neudeutsch „Linkbuilding“). Die Anzahl und Qualität der eingehenden Links hat für das Google-Ranking inzwischen mehr Bedeutung. Dennoch muss man mit der on-page SEO weiterhin wichtige „Basisarbeit“ leisten: Damit man mit den gewünschten Suchbegriffen zu finden ist, sollten diese auch auf der Seite vorkommen.

Pragmatische Auswahl der Keywords

Daher muss man sich für jede wichtige Unterseite auf der Website überlegen, mit welchen Suchbegriffen bzw. Keywords diese Seite gefunden werden soll. Sicher ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass die Suchergebnisse bei Google meist nicht auf die Startseite einer Website führen. Die Suchenden landen innerhalb einer Website auf der Seite, die den Suchbegriff am häufigsten enthält bzw. die am besten für diesen Begriff optimiert ist.Bei der Auswahl der Keywords sollte man sich realistische Ziele setzen. Dies gilt zum Einen für die Anzahl der Keywords: Bei mehr als drei Keywords je Seite kann es schwierig werden, eine ausreichende Dichte („Keyword-Density“) im Text zu erreichen und alle Keywords auch noch an den wichtigen Stellen (s. u.) zu platzieren.Es gilt zum Anderen aber auch im Hinblick auf die Konkurrenz im Internet: Ich glaube beispielsweise nicht, dass mein Artikel jemals auf Seite 1 bei Google angezeigt werden wird, wenn jemand nach „SEO“ sucht. Es gibt schon sehr viele Seiten im Internet, die sich mit Suchmaschinenoptimierung befassen und daher dieses Keyword in großer Dichte enthalten. Eventuell habe ich aber eine Chance, wenn ich es mit spezielleren Begriffen bzw. Keyword-Kombinationen versuche – z. B. „on-site SEO“, „on-page SEO“ oder „redaktionelle Suchmaschinenoptimierung“. Lesen Sie hierzu auch den Artikel zum „Longtail“.Für die Auswahl der einzelnen Keywords können SEO-Tools nützlich sein. Ich habe im Keyword-Tool von Google gesehen, dass nach „on-page SEO“ etwas häufiger gesucht wird als nach „on-site SEO“ und verwende daher den ersten Begriff etwas häufiger.

Wo kommen die Keywords hin?

Das reine Vorkommen der Keywords im Text reicht jedoch noch nicht aus – die Keywords müssen auch an bestimmten Stellen platziert werden, die für die Suchmaschinenoptimierung besonders wichtig sind. Hierzu gehören:

  • der Seitentitel bzw. Page title (ist ganz oben im Browser zu sehen)
  • die Überschrift des Textes (im html-Text als <h1> bezeichnet)
  • die Meta description (wird von Suchmaschinen als Kurzbeschreibung angezeigt)

Auch ALT-Texte (Alternativ-Texte für Bilder) werden von den Suchmaschinenrobotern gelesen und sind daher für das Unterbringen von Keywords beliebt. Allerdings sollte man im Sinne der Barrierefreiheit auch wirklich beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist. ALT-Texte helfen nämlich Blinden, sich vorzustellen, was auf dem Bild zu sehen ist. Und sie sind für alle Seitenbesucher nützlich, die in ihren Browsern das automatische Laden von Bildern deaktiviert haben.Die Bilder zeigen ein Beispiel für eine Patientenwebsite aus dem Healthcare-Bereich. Hier haben wir eine Seite für die Keyword-Kombination „lebertransplantation ablauf“ optimiert und werden bei diesem Suchbegriff von Google an Platz 1 gelistet.[caption id="attachment_819" align="aligncenter" width="590"]

Beispiel für ein sehr gutes Suchergebnis mit einer Keyword-Kombination[/caption][caption id="attachment_832" align="aligncenter" width="590"]

Wichtige Stellen, bei denen man die Keywords unterbringen sollte[/caption]

Fazit

Redaktionelle Suchmaschinenoptimierung (on-page SEO) ist eine wichtige Grundlage dafür, dass Ihre Website bei den für Sie wichtigen Suchbegriffen überhaupt gefunden werden kann. Zusätzlich brauchen Sie jedoch in der Regel auch themenrelevante Links von anderen Websites (off-page SEO), um auf die vorderen Plätze bei Google zu kommen.

Susanne Rödel

Dr. med. Susanne Rödel arbeitet als Medical Director bei Spirit Link. Sie ist Expertin für die Konzeption und Redaktion medizinischer Inhalte. Sie ist überzeugt: Hochwertige Inhalte – fachlich fundiert und zielgruppengerecht aufbereitet – sind ein zentrales Erfolgskriterium für die Kommunikation mit Ärzten und Patienten. Großes Potenzial sieht sie in digitalen Maßnahmen zur Förderung der Therapietreue der Patienten (Adhärenz).

Alle Artikel von
Dr. med.
Susanne Rödel

Das könnte Sie auch interessieren …

"Weiter"-Pfeil10 Zutaten für zielorientierte, kurze Meetings
17.3.2019
//
Heiko Pröger

10 Zutaten für zielorientierte, kurze Meetings

Die Herausforderung bei kurzen Terminen ist, schnell in das Thema reinzukommen und in der knappen Zeit die nötige Tiefe für gute Ergebnisse zu erreichen. Als Organisator können Sie eine Menge für einen erfolgreichen Verlauf und gute Ergebnisse tun.

"Weiter"-PfeilSketchnotes – gezeichnete Notizen mit Dokumentations­charakter
8.10.2018
//
Michaela Hell

Sketchnotes – gezeichnete Notizen mit Dokumentations­charakter

Sketchnotes entstehen meistens bei Kongressen und Vorträgen als visuelle Notizen für den Zeichner selbst. Diese Methodik birgt jedoch mehr Potenzial, als es zunächst den Anschein hat. Darüber hinaus können sie auf verschiedenen Medien entstehen und auch geteilt werden. Ausprobieren lautet hier das Credo!

"Weiter"-PfeilGemeinschaftswirklichkeit
7.6.2018
//
Markus Hanauer

Gemeinschaftswirklichkeit

Sie kennen das vermutlich: Ein neues Projekt steht an und bereits im Vorfeld machen Sie sich viele Gedanken. Endlich sitzen alle Beteiligten – Kunde und Agentur – zum ersten Mal gemeinsam an einem Tisch, und schnell wird deutlich, dass die Vorstellungen und Erwartungen bezüglich Zielsetzung, Vorgehensweise und Durchführung deutlich voneinander abweichen. Die Diskussion verläuft total kontrovers, es fehlt ein gemeinsames Verständnis für das gemeinsame Projekt. Aber warum ist das so?