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Erschienen am
29.9.2021

Symposium mit Regionalevents: ein erfolgreiches Hybridformat für Kongresssymposien

Gunther Tutein

In den letzten eineinhalb Jahren haben wir viele Brand Teams gesehen, die mit virtuellen Kongressen durchwachsene Erfahrungen gemacht haben. In der Regel waren die Ergebnisse (Anzahl der Teilnehmer und Interaktionen) verglichen mit den Präsenzformaten ernüchternd. Im Austausch mit einer Pharma-Kundin haben wir nun ein Format kennengelernt, das durchweg positive Ergebnisse geliefert hat und das wir hier – mit freundlicher Genehmigung – teilen dürfen: ein Symposium mit Regionalevents.

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Die Basis ist ein Symposium im klassischen Stil. Je nach Kongress sind einige Zuschauer vor Ort. Auf jeden Fall gibt es einen Livestream übers Internet für Kongresszuschauer.

Ergänzend treffen sich kleinere Gruppen von interessierten Ärzten dezentral, in ihrer jeweiligen Region. Hierzu mieten wir deutschlandweit mehrere Event-Locations, zu denen die regional interessierten Ärzte vom Außendienst eingeladen werden.

„Wir waren zufrieden und werden das wieder so machen.“

Diese Gruppen treffen sich jeweils ohne großes Rahmenprogramm. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Schauen des Vortrags, vergleichbar mit einem Public Viewing beim Fußball.  

Regionale Schaltungen für den Dialog

Anschließend gibt es drei Stufen des Dialogs.

  1. Als Erstes sammeln die regionalen Moderatoren Fragen an den Speaker auf dem Kongress. Diese werden vom Vortragenden beantwortet. (Etwa 15 min)
  2. Der Speaker auf dem Kongress verlässt die Bühne. Nun gibt es einen Austausch der regionalen Gruppen untereinander. Hier geht es nicht nur um Fragen, sondern auch um Berichte im Sinne von: „Wir machen das so ...“ (10–20 min)
  3. Die Online-Schaltung wird aufgelöst und die regionalen Gruppen diskutieren jeweils vor Ort miteinander weiter. Anfangs moderiert, danach gleitet der Abend aus.  

Bewertung

Betrachten wir die Ziele eines Kongresses (s. Artikel von Julia Heitland):

  1. Gute Inhalte, wissenschaftliche Erkenntnisse
  2. Austausch mit Kollegen, Freunde treffen
  3. Reisen und Genuss

… so wird Ziel Nr. 1 auch durch das reine Online-Symposium bedient, das 2020 so häufig veranstaltet wurde. Die Ziele 2 und 3 konnten jedoch nie adäquat online bedient werden.

„Von der Organisation her war das schon aufwändig, auch technisch. Und dennoch, wir werden das wieder so machen.“ (Kundin)

Durch die Regionalevents werden diese Ziele nun adressiert, da ein Austauschformat für Gleichgesinnte geschaffen wird. Das kurze und einfache Format lässt auch genug Raum für Informelles. Und ein kleiner Ortswechsel ist es auch, mit der Möglichkeit, sich auch an regionale Regelungen (z. B. Teilnehmerzahl, Abstand ...) anzupassen.

Gunther Tutein

Gunther Tutein

ist geschäftsführender Gesellschafter bei Spirit Link. Sein Antrieb ist es, durch den strategischen Einsatz digitaler Kanäle das Marketing im Gesundheitswesen zu verbessern. Für ihn ist ein guter Tag, wenn er einem Healthcare-Kunden einen neuen Impuls für sein Marketing geben konnte, mit dem er die Zielgruppe vom Hocker reißt. Die Zukunft gehört für ihn Strategien, die digitale und klassische Marketing-Kanäle optimal miteinander verbinden.

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Gunther Tutein

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